Sprachtherapie

Für Patienten mit Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen, Kommunikations- oder Schluckstörungen erstellen unsere Sprachtherapeuten und Logopäden nach ausführlicher Diagnostik einen individuellen Behandlungsplan.

  • Störungsbilder
  • Behandlungskonzepte
  • Therapieformen
  • Behandlungsziele

Wir behandeln folgende Störungsbilder:

  • Dysphagie

    = Störung des physiologischen Schluckaktes

    Schluckstörungen treten bei über 50 % der Patienten in der Akutphase auf. Der Schluckakt ist ein hochkomplexer, automatisierter Vorgang. Durch eine neurologische Schädigung wird dieser Ablauf gestört und es kommt Fehlsteuerungen des Schluckaktes.

    Zu spät erkannt oder nicht adäquat behandelt kann dies zu lebensbedrohlichen Komplikationen, wie Erstickungsgefahr und Aspirationspneumonien führen. Hierbei dringt Speichel, Nahrung oder Flüssigkeit in die Luftröhre ein und kann zu einer Entzündung in der Lunge führen.

    Um dies zu verhindern und vorzubeugen, führen wir bei Verdacht auf eine Schluckstörung immer eine ausführliche, klinische Schluckuntersuchung durch.

    Unterstützend gibt es in unserem Haus die Möglichkeit apparative Diagnostikverfahren, wie transnasale Pharyngo-Laryngoskopien (FEES) und Videofluoroskopien (VFSS) einzusetzen, um die vorliegenden Pathomechanismen sowie die Schwere der Schluckstörung genau zu diagnostizieren und für den Patienten eine individuelle, störungsspezifische Therapie auszurichten.

    In den meisten Fällen muss eine Anpassung der Kostform vorgenommen werden, welche der Patient sicher schlucken kann. In besonders schweren Fällen müssen Patienten vorübergehend künstlich über eine Nasen- oder Magensonde ernährt werden. Gelegentlich ist auch eine Trachealkanüle, zur Sicherung der Atemwege, unumgänglich.

    Die Patienten erlernen in der Therapie Übungen, um die gestörten Funktionsbereiche wiederherzustellen und zu kräftigen, Techniken, die das Schlucken erleichtern sowie Hilfen für die Anpassung im Alltag, z.B. nutzen von Nasenausschnittsbechern, ergonomischen Löffel usw.

  • Aphasie

    = Störung der Sprache nach abgeschlossenen Spracherwerb

    Hierbei können die verschiedenen sprachlichen Modalitäten wie das Verstehen, Sprechen, Lesen, Schreiben sowie die Zahlenverarbeitung beeinträchtigt sein.

    Zu Beginn der Behandlung wird eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt. Diese kann informell oder standardisiert sein. Untersucht werden das Kommunikationsverhalten, das Sprachverständnis, die Sprachproduktion, die Lese-, Schreib-, und Rechenleistungen. Die Ergebnisse dienen zum Aufbau einer für den Patienten individuellen, symptomorientierten Therapie.

    Ebenso wichtig ist hierbei eine Eigen- und Fremdanamnese, um einen Einblick über die sprachlichen Anforderungen des Patienten im Alltag und Beruf sowie über seine Vorlieben, Tagesstrukturen, Interessen und sein näheres Umfeld zu erlangen. Dies ist besonders hilfreich um die kommunikativen Bedürfnisse und für den Patienten interessante Themenbereiche in die Therapie einfließen zu lassen.

    Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Behandlung, ist die Angehörigenberatung. Denn nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für dessen Umfeld, ist die veränderte sprachliche Situation ein einschneidendes Ereignis, welches Aufklärung bedarf. Hierfür stellen wir für Sie Informationsmaterial zur Verfügung und bieten bei Bedarf Beratungstermine an.
     
  • Sprechapraxie

    = Störung der Planung und Programmierung von Sprechbewegungen.

    Häufig treten Sprechapraxie in Kombination mit einer Aphasie auf. Sprechapraxien zeichnen sich durch artikulatorische Fehlsteuerungen mit teilweise ausgeprägtem Selbstkorrekturverhalten, welches nicht immer zum Zielwort führt, aus. Suchbewegungen sowie eine ausgeprägte Sprechanstrengung sind zu beobachten. Nicht selten sind Verlangsamte Sprechgeschwindigkeit, silbische Sprechweise sowie Fehler bei der Wortbetonung zu beobachten.

    Patienten mit Sprechapraxien haben sehr häufig einen hohen Leidensdruck.

    Unter Einbeziehung geeigneter Therapiekonzepte, wird auch hier eine störungsspezifische, individuelle Therapie für den Patienten geplant und durchgeführt.

  • Dysarthropneumophonie

    = Sprechstörung

    Es handelt sich hierbei um eine Störung des Sprechens, bei der Bewegungen der Atem-, Stimm-, und Artikulationsorgane durch sensomotorische Einschränkungen ungenau ausgeführt werden. Dadurch werden Laute undeutlich ausgesprochen, klingen “verwaschen“ oder „nuschelig“. Das Sprechen kann von leichter Verständlichkeitseinschränkung bis hin zur kompletten Unverständlichkeit beeinträchtigt sein. Ursächlich können verschiedene neurologische Erkrankungen, wie M. Parkinson, Multiple Sklerose, ALS, Schlaganfälle oder Schädel-Hirn-Traumen sein.

    Nach ausführlicher Diagnostik, erfolgt eine störungsspezifische, individuelle Therapie unterschiedlichster Behandlungskonzepte. Ziel der Therapie ist eine Widerherstellung bzw. eine Verbesserung der Verständlichkeit des Sprechens im Alltag.

    Bei der Behandlung werden gleichermaßen Haltung, Atmung, Stimmgebung (Stimmqualität, -stabilität, -stärke), Artikulation und Prosodie berücksichtigt und je nach Symptomausprägung beübt.

  • Dysphonie

    = Störung der stimmlichen Leistungsfähigkeit, funktioneller oder organischer Ursache.

    Stimmstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben und in verschiedensten Formen auftreten. Von einer nahezu nicht hörbaren Belastungseinschränkung, über Rauhigkeit, Behauchtheit und Heiserkeit mit knarren und pressen bis hin zu einem völligem Stimmverlust.

    Zu Beginn der Behandlung steht eine ausführliche klinische Diagnostik der Funktionsbereiche Haltung, Atmung, Stimmgebung, Stimmqualität, Stimmstärke, Stimmstabilität und Modulationsfähigkeit.

    Eine apparative Diagnostik der Stimmlippen durch eine Laryngoskopie ist äußerst hilfreich und wird bei Bedarf im Haus durchgeführt.

    Anschließend wird eine individuelle Therapie, orientiert am sprachlichen Alltag und Beruf des Patienten, erstellt und durchgeführt. Hierbei kommen verschiedenste, störungsspezifische Therapiekonzepte zum Einsatz. Ziel der Therapie ist die Widerherstellung einer Leistungsfähigen Stimme im Alltag.
     
  • Fazialisparese

    = Gesichtslähmung

    Es handelt sich hierbei um eine Störung der sensorischen und/ oder motorischen Gesichtsmuskulatur. Abhängig von Lokalisation der Hirnnervenschädigung kann entweder nur der Mundast oder die komplette Gesichtshälfte betroffen sein (auch Nasen- und Stirnast).

    Die Ausprägung der Lähmung kann sich stark unterscheiden.

    Nach ausführlicher Diagnostik erfolgt eine individuelle Therapie. Hierbei kommen verschiedenste Therapiekonzepte zum Einsatz. Ziel der Therapie ist eine Widerherstellung der Symmetrie der Muskulatur beider Gesichtshälften.

    Bei Paresen ohne Lidschluss, ist das oberste Ziel, die Sehkraft zu erhalten, das Auge vor dem Austrocknen zu schützen und den Lidschluss wiederherzustellen. In besonders schweren Fällen wird hierzu ein Uhrglasverband eingesetzt bzw. der Lidschluss mit Hilfe von Kinesiotapeanlagen unterstützt.

    Häufig sind Fazialisparesen sehr hartnäckig und erfordern sehr viel Geduld und kontinuierliches Training. Nicht selten bleiben auch nach längerer Therapiezeit Einschränkungen der Muskellähmungen zurück. Aus diesem Grund, erlernen die Patienten in der Therapie, Kompensationen für den Alltag, wie z.B. Trinken mit Strohhalm usw.
  • Affolter
  • F.O.T.T.
  • Castillo Morales
  • Lee Silverman Voice Treatment "LSVT" (für Parkinson-Patienten)
  • PNF
  • funktionelle Dysphagietherapie
  • Biofeedbackverfahren mit sEMG
  • TAKTKIN
  • modelorientierte Aphasietherapie
  • melodische Intonationstherapie
  • störungsspezifische Stimmtherapie mit unterschiedlichen Behandlungskonzepten wie funktionelle Stimmtherapie, manuelle Stimmtherapie, Lav-Vox, u.a.
  • symptomorientierte Dysarthrietherapie
  • individuelle Einzelbehandlungen
  • störungsspezifische Gruppentherapien
  • Computertraining
  • betreute oder selbstständige Eigenübungsprogramme
  • Kommunikationsgeräteanpassung
  • alltagsrelevantes Angehörigentraining
  • Verbesserung oder Wiederherstellung der Kommunikationsfähigkeit
  • sichere Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme unterstützt durch apparative Schluckdiagnostik via Videofluoroskopie und transnasaler Pharyngo-Laryngoskopie

Ihr Ansprechpartner

Fachklinik Bad Pyrmont
Parkland-Klinik
Fachklinik Bad Liebenstein
Fachklinik Herzogenaurach
Fachkliniken Hohenurach
Fachklinik Ichenhausen
Gesundheitszentrum ProVita
Fachklinik Enzensberg
Fachklinik Bad Heilbrunn
MVZ für Psychotherapie Frankfurt
  • img
  • img
  • img
icon