Facio-orale-Trakt-Therapie (F.O.T.T.)

Allgemeines

Der facio-orale Trakt bezeichnet das Gesicht, den Mund und mit dem Mund beginnend den Weg, den die Nahrung durch den Rachen und die Speiseröhre bis in den Magen nimmt.

Begründer der eigentlichen „fazio-oralen Trakt-Therapie“ (F.O.T.T.) ist Kay Coombes. F.O.T.T nach K. Coombes ist eine Therapie des facio-oralen Traktes (Gesichts-, Mund- und Schluckmuskulatur) zur Behandlung facio-oraler Störungen und Störungen der Nahrungsaufnahme.

Einschränkungen im Bereich des facio-oralen Traktes haben Auswirkungen auf:

  • Nahrungsaufnahme
  • Mundhygiene
  • Mimik und Gestik

F.O.T.T nach K. Coombes bedeutet:

  • Behandlung von Facialisparesen (Gesichtslähmungen)
  • Mundpflege
  • Essensbegleitung
  • Sensibilitätstraining im oralen Bereich
  • Verbesserung der Tonusverhältnisse im facio-oralen Bereich

Behandlungsgrundlagen

Fester Bestandteil der Therapie muss sein, zunächst Tonus- und Wahrnehmungsstörungen miteinzubeziehen. Die Wahl der Lagerung und eine angepasste Lagerung sind wichtige Grundvoraussetzungen für eine effiziente F.O.T.T..

Behandlung der Gesichtsmuskulatur:

  • Maßnahmen zur Entspannung der verkürzten Muskulatur. Das können auch die Muskeln der nicht-betroffenen Seite sein, die sich an die Verspannung ausgleichend anpassen.
  • Dehnen bereits verkürzter Muskulatur, Lösen von Bindegewebe, tonisierende Maßnahmen bei hypotoner Muskulatur, also Muskulatur mit wenig Spannung.
  • Eisanwendungen können die Maßnahmen unterstützen, müssen aber individuell ausprobiert werden.

Behandlung des Mundinnenraums:

  • tonussenkende/tonisierende Maßnahmen für die Zunge
  • Anbahnen isolierter Funktionen der Zunge
  • Sensibilitätsschulung des gesamten Mundinnenraums
  • manuelle Mobilisation des Kehlkopfs und es Mundbodens

Ziel der F.O.T.T.

  • Wiederherstellung von Gesichtsmimik und -symmetrie
  • Förderung der Sprachmotorik
  • Unterstützung der normalen Nahrungsaufnahme und des Schluckvorgangs
  • Förderung der Sensibilität (Spüren) im Mund und an der ganzen betroffenen Gesichtshälfte
  • Verbesserung der Mundmotorik (z. B. Mundschluss) und der Zungenbeweglichkeit
  • Förderung der Atem-Schluck- und Atem-Sprech-Koordination
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